Zug der Erinnerungen

Deportationen während der 40er Jahre sind immer wieder ein Thema. Ein ernst zu nehmendes Thema. Nicht umsonst gibt es bei Spiegel Online die Rubrik “Eines Tages“, in der in letzter Zeit gehäuft Berichte über diese Zeit veröffentlicht wurden und werden.
Dieser Tage fährt ein Zug durch Teile Ostdeutschlands bis zur Endstation Auschwitz. Er pausiert an einigen Bahnhöfen und lässt Interessierten einen Blick in die damaligen Geschehnisse werfen. Die Ausstellung selbst ist kostenlos, der Zug macht derzeit Halt an einigen Bahnhöfen Berlins - also wurde beschlossen, ihn zu besichtigen.
Nach etwas mehr als 3 Stunden Warten mit nervtötendernetter Klarinettenmusikbegleitung bei zum Glück trockenem Wetter war es soweit und wir konnten in den Wagen einsteigen. Uns erwartete eine große Enttäuschung… ein paar wenige, auf Posterformat gezogene, Fotografien, 2-3 Zeitdokumentkopien, ein kleiner Film, dichtes Gedränge ohne Möglichkeit, sich schneller zu bewegen als der Rest der Besucher und ein russischer Zeitzeuge, der sich mitteilen wollte, was aber sogut wie keinen wirklich interessierte, auch wenn ihm selbst die Tränen in den Augen standen, waren alles, was der Zug zu bieten hatte.
Um es abzukürzen: jede Internetseite und jedes Buch wird mehr und besser informieren als dieser Zug. Der Zug selbst hat wohl eher symbolischen Charakter - gute Idee, aber schlecht umgesetzt.

Links:
Zug der Erinnerung
Eines Tages (SpOn)

Eine Reaktion zu “Zug der Erinnerungen”

  1. Sarah

    Das nächste Mal redet mir sowas bitte aus..:(

    Die Zeit hätten wir schöner nutzen können, wobei es dank Snig ein Großteil der Zeit doch recht kurzweilig war, zu Dritt hat man noch ein Welchen länger was zu tratschen :)

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